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Ergebnisse

LäuferInnen

468

Kilometer

6'838

Spenden

135'000.–

Projekte

Das internationale Projekt: Velos für ein besseres Leben in Eritrea

 

Saba hat im Unabhängigkeitskrieg schwere Rückenverletzungen erlitten. Die kleinen Granatsplitter schmerzen sie noch heute, wenn sie schwer tragen muss. Saba hat fünf Kinder; ihr Mann verdient in einer Bäckerei ein bescheidenes Einkommen.

Als HEKS 2009 dem eritreischen Kriegsinvalidenverband einen Schiffscontainer mit gebrauchten Velos übergab, änderte sich Sabas Leben. Für 1700 Nakfas (110 Franken) konnte sie sich zum ersten Mal ein „Fahrzeug“ leisten. Das Schweizer Velo, das von der Integrationswerkstätte Gump- & Drahtesel in Bern repariert worden war, wurde schnell zum „Familienauto“. Saba fährt damit zum Markt und transportiert die Waren ohne Beschwerden nach Hause. Die zwei jüngsten Töchter fahren gemeinsam mit dem Velo zur Schule und verkürzen damit ihren Schulweg auf eine halbe Stunde. Es vergeht kein Tag, an dem das Velo nicht irgendwie zur Mobilität der Familie beiträgt.

Die Geschichte von Saba zeigt, wie mit einem einzigen Velo im Kleinen Grosses bewirkt werden kann. Über die Hälfte aller Familien in Eritrea lebt unter der Armutsgrenze. Am schwersten haben es diejenigen, die nicht am täglichen Kampf um Einkommen und Ernährung teilnehmen können. HEKS verfolgt mit dieser Aktion zwei Ziele: Sie soll das Familieneinkommen von Kriegsversehrten verbessern und den Kriegsinvalidenverband befähigen, mit dem Erlös aus dem Veloverkauf eigene Projekte aufzubauen. Dazu gehören vor allem Starthilfen für Invalide, die ein einfaches Geschäft aufbauen möchten. Wie zum Beispiel Idris Omer, der sich vor ein paar Jahren mit einem Kleinkredit einen Eselskarren anschaffte. Heute transportiert er für seine Kunden Gemüse und Wasser zum lokalen Markt in Mendefera.

 

Ist der Preis für ein Velo, den die eritreischen Familien bezahlen müssen nicht zu hoch?

Dazu ist Folgendes zu sagen: Eine Gratisabgabe wäre schlecht, denn ein Geschenk gilt in der Regel weniger als etwas, wofür man bezahlt hat. Der Preis muss jedoch fair und erschwinglich sein. Für ein Velo in gutem Zustand wird ein Preis verlangt, der etwa dreimal geringer ist als auf dem lokalen Markt. Jemand, der ein Velo kauft, überlegt sich das gut, denn dessen Gebrauch muss sich auch lohnen, für die ganze Familie. Das Velo ist ein Werkzeug im Alltag.

Was können wir uns darunter vorstellen, dass ein Velo 1'500 Nafka kostet? Der Erlös von drei Hühnern genügt, um das Velo zu bezahlen. Für eine gute Ziege gibt es sogar zwei Velos. Der Preis ist also nicht billig, aber durchaus erschwinglich. Die HEKS-Velos sind so attraktiv, dass die Nachfrage immer grösser ist als das Angebot. Kürzlich musste die Verteilung in der Nacht erfolgen, weil der Andrang so gross war.
Der Erlös der verkauften Velos versickert nicht in privaten Taschen, das Geld wird in lokale Entwicklungsprojekte von Familien und Dörfern investiert. Mit jedem erlaufenen Franken hilfst Du also zweimal. – Es lohnt sich, für das Veloprojekt zu laufen. Mach mit und trage dazu bei, dass viele Menschen dank des Velos den Alltag besser meistern können.

Urs Fröhlich

Das lokale Projekt: Mobilität für Behinderte im Thurgau

 

Pro Infirmis baut Barrieren ab und hilft Betroffenen ihren Lebensraum behindertengerecht zu gestalten. Sie unterstützt behinderte Personen direkt, wenn sie sich Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilität nicht leisten können.

Pro Infirmis geht bei ihrer Tätigkeit vom Recht aller Menschen aus, das Leben nach ihren Möglichkeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten.

Pro Infirmis tritt ein für eine möglichst uneingeschränkte Teilnahme von Menschen mit Behinderung am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Sie bekämpft Tendenzen zur Benachteiligung und Ausgrenzung von behinderten Menschen.
Sie fördert die Solidarität zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen.

Pro Infirmis setzt sich ein für echte Chancen behinderter Menschen in allen Lebensbereichen, besonders bei der Schulung, in der Ausbildung, am Arbeitsplatz, beim Wohnen und in der Freizeit. Voraussetzung ist ein existenzsicherndes Einkommen auch für Menschen mit Behinderung.

www.proinfirmis.ch